Vegane Rohstoffe – Pflanzenprotein sorgt für Kulturwandel

29. März 2019

Wo früher lediglich einzelne kleine Geschäfte oder Startups vegane Lebensmittel anboten, erkennen heute auch etablierte Konsumgüterkonzerne und Einzelhandelsketten den veganen Zeitgeist. Das große Angebot pflanzlicher Produkte macht deutlich: die Nachfrage ist groß und das nicht nur bei Veganern. Auch Menschen, die nicht vollständig auf tierische Produkte verzichten wollen, bedienen sich immer mehr an dem Angebot an pflanzlichen Ersatzprodukten für Käse oder Fleisch. 

Tipp: Geeignete Rohstoffe für die Herstellung veganer Käse- und Fleischalternativen sind vor allem blanchierte Mandeln oder Mandelprotein

Langfristig zeigt der Markt weiterhin großes Potenzial

Besonders in Deutschland ist dieser Wandel zu beobachten. In kaum einem Land ist die Zahl veganer Produkteinführungen in Form von Nahrungsmitteln und Getränken so hoch wie hier. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Mintel hat sich diese in den letzten fünf Jahren mehr als verdreifacht - 2013 waren 4 % aller neuen Lebensmittel vegan, 2018 schon rund 13 %. Weltweit beträgt dieser Anteil lediglich rund 5 %.

Veganes Essen: Hardliner sind die wenigsten

Laut einer Umfrage des Ernährungsministeriums lebt lediglich 1 % der Probanden vegan. Bedingt ist der Wandel der heutigen Essgewohnheiten vielmehr durch Gewissensaspekte der Verbraucher. Immer mehr steht der ethische Konsum, besonders bei den jüngeren Konsumenten, im Vordergrund. Die Verbraucher assoziieren den Begriff „vegan“ inzwischen stark mit dem Thema Natürlichkeit. Demnach richtet sich das Angebot nicht vorrangig an überzeugte Veganer, sondern eher an Menschen, die den Konsum tierischer Produkte ohne Geschmackseinbußen reduzieren wollen.

Attraktive Nische für Handel und Konzerne

Derzeit beträgt der Umsatz mit herkömmlichen Fleisch- und Wurstprodukten 8,4 Milliarden Euro. Prognosen zufolge, wird dieser jedoch allmählich von innovativen Fleischalternativen abgelöst. Nachvollziehbar also, dass immer mehr Großkonzerne und Handelsunternehmen diesem Trend folgen und vegane Alternativprodukte auf den Markt bringen. Alleine der Lebensmittelhändler EDEKA führt in seinem Sortiment rund 60 Produkte unter der Eigenmarke Bio + Vegan. Als Hype wird diese Entwicklung nicht gesehen – vielmehr als eine attraktive Nische.

Quelle: Handelsblatt GmbH

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