Pflanzliche Mehle und Proteine - eine gesunde und zukunftsträchige Alternative

10. Dezember 2020

Pflanzliche Mehle und Proteine – eine gesunde und zukunftsträchtige Alternative

Proteinreiche Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs erfreuen sich bei den Konsumenten immer größerer Beliebtheit – und das nicht nur bei Veganern oder Vegetariern. Immer mehr Menschen verfolgen einen alternativen Lebensstil und reduzieren der Umwelt und Gesundheit zuliebe ihren Fleischkonsum bzw. die Aufnahme von tierischem Protein. Stattdessen greifen sie vermehrt auf alternative pflanzliche Proteinquellen zurück. Diese Konsumentengruppe ist heutzutage unter dem Begriff „Flexitarier“ in aller Munde.

Nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund

Eine proteinreiche Ernährung ohne den Konsum von tierischen Produkten - Diesen Anspruch haben heute nicht nur Veganer oder Vegetarier – es betrifft uns alle. Denn unserer Gesundheit zuliebe sollten wir, unabhängig von der individuellen Ernährungsform, vermehrt pflanzliche und weniger tierische Produkte zu uns nehmen.

Das Angebot reicht schon heute von vegetarischen Burgern über Spaghetti Bolognese bis hin zu veganen Schnitzeln oder Wurstwaren.

Obwohl tierische Proteine biologisch wertvoll sind, sind sie doch reich an ungesunden gesättigten Fetten. Diese können zu einem erhöhten Cholesterinspiegel und anderen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2, Übergewicht, Gicht oder Herz-Kreislauferkrankungen führen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, empfiehlt daher etwa den Fleischkonsum auf 300 bis 600 Gramm pro Woche zu beschränken, Wurstwaren inbegriffen. In anderen Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Skandinavien sind die Referenzwerte ähnlich.

Pflanzliche Proteine - ein ressourcenschonender Rohstoff

Doch nicht nur die gesundheitlichen Vorteile sprechen für den Einsatz und Konsum pflanzlicher Proteine. Im Hinblick auf die Ökobilanz und Ressourcen schneiden sie im Vergleich zu tierischem Protein eindeutig besser ab. Laut einer Studie des WWF Schweiz1, in der die Klimabilanz unterschiedlicher Ernährungsstile betrachtet wurde, wird deutlich: Je geringer der Fleischkonsum, desto größer sind die positiven Auswirkungen auf unsere Umwelt.


Doch was bedeutet das genau?

Herausgekommen ist, dass eine ausschließliche Ernährung mit pflanzlichem Protein mit ca. 1.124 kg gerade einmal halb so viel CO2 verursacht, wie Menschen, die sich vor allem von Milchprodukten, Eiern und Fleisch ernähren. Hier sind es durchschnittlich rund 2.350 kg Co2 pro Jahr.

Doch nicht nur die CO2-Emissionen spielen eine wichtige Rolle. Unsere Ressourcen zur Gewinnung von tierischem Protein sind aufgrund der begrenzten Nutztierhaltung und der zur Verfügung stehenden Landflächen zum Futteranbau beschränkt. Würde die Weltbevölkerung in der Geschwindigkeit weiter wachsen wie bisher, müsste das Angebot an tierischem Eiweiß im Jahr 2050 um rund 50 Prozent höher sein, um eine Versorgungslücke zu vermeiden. Dies wird ausschließlich mit Protein aus tierischen Quellen nicht zu bewältigen sein, weshalb heute mehr und mehr Konsumenten pflanzliches Protein bewusst in ihre tägliche Ernährung integrieren.

Pflanzenmehle und Proteine der OPW Ingredients GmbH

Besonders hochwertige und interessante Zutaten für proteinbasierte Nahrungsmittel und Ersatzprodukte sind Pflanzenmehle bzw. pflanzliche Proteine. Wir als OPW Ingredients produzieren kaltgepresste Pflanzenöle und hochkonzentrierte Pflanzenproteine aus Ölsaaten, wie beispielsweise Mandeln. Als Rohstoff für unsere Mandelprotein-Herstellung dient der bei der Mandelöl-Gwinnung anfallende proteinreiche Presskuchen. Als hochwertiger veganer Rohstoff wird unser Mandelprotein in zahlreichen Lebensmittelanwendungen unter anderem in Aufstrichen, Fleischersatzprodukten oder veganen Käsealternativen eingesetzt (lesen Sie hier mehr). Mit einem Proteingehalt von über 50 Prozent und einem hohen Gehalt an Vitamin C ist es ein wahrer Nährstoff-Booster. Außerdem enthält Mandelprotein die essentielle Aminosäure Lysin.

Funktionale Zutaten mit Zusatznutzen

Der Einsatz von pflanzlichen Proteinen in der Lebensmittelherstellung bietet zahlreiche Zusatznutzen. Pflanzenmehle erhöhen nicht nur den Proteingehalt des Lebensmittels, sie sorgen außerdem für einen höheren Ballaststoffgehalt und liefern wertvolle Mineralstoffe. Besonders im Snackmarkt ist zu beobachten, dass die Konsumenten vermehrt funktionelle Lebensmittel bevorzugen. Inzwischen treffen über 50 Prozent der Konsumenten ihre Kaufentscheidung bei genau solchen Produkten, die ihnen einen Zusatznutzen in Form gesundheitlicher Vorteile bieten.

Laut einer weltweiten Studie des Nielsen Marktforschungsinstituts präferieren 43 Prozent der Befragten Snack-Produkte, die ausschließlich natürliche Zutaten enthalten. Knapp ein Drittel aller Probanden sieht es als wichtig an, dass die Produkte möglichst wenig Salz, Zucker, Fette und Kalorien enthalten und dafür reich an Protein, Ballaststoffen und Vollkorn sind.

Attraktive Vermarktung durch Health Claims

Attraktiv sind proteinreiche Lebensmittel auch in Bezug auf die interessanten Vermarktungsmöglichkeiten. Unter bestimmten Voraussetzungen sind laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz EFSA, auch Aussagen mit gesundheitlicher Relevanz zulässig.

Entfallen mindestens 12 Prozent des Eiweißgehaltes eines Lebensmittels auf den gesamten Energiegehalt, so ist es erlaubt anzugeben, das Lebensmittel sei eine Proteinquelle bzw. Angaben zu tätigen, die für den Verbraucher voraussichtlich dieselbe Bedeutung aufweisen.

Darüber hinaus darf ein Lebensmittel als hoch proteinhaltig ausgelobt werden, sofern es mindestens einen Proteinanteil von 20 % des gesamten Brennwerts aufweist.

Ob als Lebensmittelhersteller oder Konsument – wir befinden uns heute in der komfortablen Lage, auf verschiedenste Proteinquellen zurückzugreifen, die unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen, oder aber Textur oder Geschmack eines bestimmten Lebensmittels verbessern. Und wenn wir damit auch noch unserer Umwelt etwas Gutes tun, ist die Antwort auf die Protein-Frage sicher klar.

Sie wünschen weitere Informationen?

Sollten Sie noch weiterführende Informationen über pflanzliche Proteine und deren Einsatzmöglichkeiten benötigen, steht Ihnen das Team der OPW Ingredients GmbH jederzeit zur Verfügung.

Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage kostenlose Muster, Angebote oder Produktdatenblätter zu.

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 +49 (0) 2163 / 9514 - 500 oder info@opw-ingredients.com

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!


1 WWF Schweiz (2016). Pflanzen – alles andere ist Beilage

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