Mandel Update: Live aus Kalifornien!!

08. April 2014

Aufgrund der besonders besorgniserregenden Meldungen über die Dürre in Kalifornien hat sich die Familie Jongkind auf den Weg gemacht, um sich ein persönliches Bild über den Zustand der Mandelplantagen in Kalifornien, sowie ein ausführliches Bild der Lage vor Ort zu machen. OPW berichtete bereits ausführlich im letzten Monat; „It never rains in Southern California“ und „Pray for Rain“. Am 1. April 2014 war es kein Aprilscherz, dass wir uns über die dunklen Wolken über der Central Valley gefreut haben die seit langer Zeit wieder gute Regenfälle brachten. Vorsichtig werten wir dies als eine positive und gute Entwicklung, warnen jedoch vor allzu großer Euphorie. Entscheidend ist jetzt, wieviel Niederschlag die Bäume jetzt noch abbekommen und wie gut die Nüsse in den kommende Wochen reifen. Erste Bilder des aktuellen Wachstumsstadiums sehen Sie unten. Der internationale Mandelölmarkt ist nach wie vor mit Lieferengpässen bis Mitte des Jahres behaftet: ganze Nüsse für Ph Eur Qualität sind nach wie vor rar. Ebenfalls bleibt die Versorgung der BIO Qualität äußerst knapp. Obwohl es in der letzte Woche geregnet hat, werden die Preise aufgrund der bereits seit Monaten andauernden Trockenheit weiter fest notieren. Unsere Reiseroute (>950km!) führte quer durch die wichtigsten Anbaugebieten. Von Kern aus über Krings, Fresno, Madera, Stanislaus County, Merced bis hoch nach San Joaqin. Die wichtigsten Neuerkenntnisse aus unserer Reise: • Im Großen und Ganzen ist die Blütezeit der Mandelbäume in den Anbaugebiete nun vorbei, jetzt muss sich zeigen, in wieweit die Dürre einen Einfluss auf die Bestäubung und Befruchtung der Mandelblüten hatte. • Nach jetzigen Einschätzungen wird das Erntevolumen der 2012 / 2013er Ernte von 1.85 Billionen Pfund nicht erreicht • Die steigende Nachfrage aus aller Welt übersteigt das Angebot obwohl die Anbauflächen und Erntemengen seit 2007 um mehr als 50% gestiegen sind. Im Jahr 2007 lagen die Erntemengen noch bei 1.26 Billionen Pfund!! • Da über 80% der weltweit verfügbaren Mandeln aus Kalifornien stammen, rechnen wir mit Versorgungsengpässen und erwarten einen weiteren Preisanstieg! Geschäftsführer Onno Jongkind fasst die Situation aktuell wie folgt zusammen: „Auf der Reise durch die Anbaugebiete konnten wir feststellen, dass die Anzahl der heranwachsenden Mandeln geringer ist wie in den Jahren zuvor. Trotz des einsetzenden Regens ist Kalifornien nach wie vor ausgetrocknet und das bereits im dritten Jahr in Folge! Die Defizite bei den Regenmengen sind enorm und die Wasserreservate völlig ausgeschöpft! Die Regenfälle sind sicherlich in den letzten Wochen hilfreich gewesen; ob es ausreicht steht in den Sternen!“ OPW empfiehlt bei so viel Unsicherheit und Unwägbarkeiten eine Absicherung des Jahresbedarfes.

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