Leinöl

20. April 2016

Ihren Ursprung hat die Leinpflanze (Linum usitatissimum) in der Türkei und einigen umliegenden Nachbarländern wie Syrien oder dem Iran. Mittlerweile hat sich das Anbaugebiet der Leinpflanze deutlich verändert, denn es wird unter anderem auch in Europa, China, Indien oder Kanada angebaut. Die Leinpflanze, auch Flachs genannt, gehört vermutlich zu den ältesten Nutzpflanzen, weil sie unter einfachen, klimatischen Bedingungen wachsen kann. Außer einer ausreichenden Wasserversorgung, stellt die Pflanze keine besonders hohen Anforderungen an das Anbaugebiet. Aus den Samen der Leinpflanze wird durch verschiedene Pressverfahren das Leinöl gewonnen. Durch die Kaltpressung erhält das Öl eine goldgelbe Farbe, bei der Heißpressung hingegen eine gelblich-braune Farbe und bei der Raffination sogar eine hell- bis goldgelbe Farbe. Das kaltgepresste Leinöl wird durch die Pressung der Leinsamen durch eine Schneckenpresse gewonnen. Bei niedrigem Druck wird die Leinsaat mit Unterstützung durch einen Presszylinder gedrückt. Bei dieser Art der Pressung erreicht das Öl eine maximale Temperatur von 40°. Bei der Heißpressung hingegen, werden die getrockneten Leinsamen zu Mehl gewalzt und anschließend mit heißem Wasser vermischt. Daraufhin wird die Masse in einer Knetmaschine bearbeitet bis eine bröckelige Masse entsteht, die während des Rührvorgangs geröstet wird. Nach diesem Vorgang wird die Masse in eine hydraulische Presse gegeben, damit die Feststoffe entfernt werden. Aus ca. vier Kilogramm Leinsamen kann bis zu einem Liter Öl gepresst werden. Die Inhaltsstoffe des Öls setzen sich aus 10 % gesättigten Fettsäuren, gefolgt von 18 % einfach ungesättigten Fettsäuren und 72 % mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen. Diese lassen sich nochmal in 13 % Linolsäure und 58 % Linolensäure unterteilen. Neben den ungesättigten Fetten, auch „gesunde Fette“ genannt“, befinden sich ansonsten noch die Vitamine A und E sowie weitere Inhaltsstoffe wie z.B. Lecithin im Öl. Somit kann das Leinöl das Risiko eines Herzinfarktes sowie den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken. Weitere positive Effekte sind die Stärkung des Immunsystems und die Vorbeugung von Herzkreislaufbeschwerden und weiteren entzündlichen Erkrankungen. Das Leinöl reagiert sehr empfindlich auf Luft, deshalb sollte das Öl kühl aufbewahrt werden, da es sobald es mit Sauerstoff in Verbindung kommt schnell ranzig wird. Es kann sogar im Gefrierfach aufbewahrt werden ohne eine feste Konsistenz zu erreichen, da der Schmelzpunkt bei ca. - 16 bis -20 ° C liegt. Der Verwendungsbereich des Leinöls ist sehr vielseitig, denn es wird in Nahrungsmitteln, Kosmetika oder Anstrichmitteln eingesetzt. Im Nahrungsmittelbereich wird das Öl häufig für die Zubereitung von Salaten, Quark- oder Kartoffelspeisen verwendet. Insbesondere in Verbindung mit dem Quark ist das Leinöl besonders wertvoll, weil die schwefelhaltigen Aminosäuren des Proteins für eine wirkungsvollere Löslichkeit  der Fettsäuren sorgen. Neben dem Einsatzgebiet für Nahrungsmittel wird das Öl im Bereich der Anstrichmittel eingesetzt, weil es sich ideal als Binde- und Konservierungsmittel nutzen lässt. Neben der Anwendung als Bindemittel für Ölfarben, wird es als natürlicher Holzschutz verwendet, weil es wasserabweisend ist. Des Weiteren wird das Öl in der Kosmetik eingesetzt, bisher jedoch nur in der Produktion von Naturseifen, welche stimulierend und erfrischend wirken sollen. Wir können Ihnen das Leinöl in folgenden Qualitäten anbieten: kaltgepresst, kaltgepresst Bio, raffiniert und roh. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, dann freut sich das TEAM der OPW auf Ihre Anfrage! Unser Produktfokus gilt neben der Molke und den Proteinen, Ölen wie dem Mandelöl, Walnussöl, Aprikosenkernöl, Rizinusöl, Rizinusöl Derivate, Pflegeöl, der Sebazinsäure, der Welt der Bioöle und Gourmet Öle und allgemein den pflanzlichen Ölen.

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